Ich habe Diabetes
Diabetes ist keine einheitliche Erkrankung. Vielmehr gibt es grundlegend unterschiedliche Diabetesursachen. Dem entspricht die Einteilung in unterschiedliche Diabetestypen. Dabei grenzt man noch weitere Untergruppen voneinander ab.
Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
Hormonelle Veränderungen im Laufe einer Schwangerschaft können einen Diabetes auslösen. Diesen nennt man Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Die Häufigkeit der von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffenen Frauen steigt. Wenn dabei der Zuckerspiegel im Körper nicht konsequent normal gehalten wird, hat dies erhebliche Auswirkungen auf Mutter und Kind während der Schwangerschaft und während oder auch nach der Entbindung. Bei einer Schwangerschaft sind daher bei jeder Frau gezielte Untersuchungen zur rechtzeitigen Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes vorgesehen. Meist ist eine Behandlung durch Ernährung und – sofern möglich – mehr Bewegung ausreichend. Wenn diese jedoch nicht ausreicht, ist eine Behandlung mit Insulin nicht zu vermeiden. Die Behandlung ist am wirksamsten, wenn sie engmaschig von Frauenärzt*Innen und Diabetolog*Innen gemeinsam geleitet wird. Glücklicherweise ist dieser Diabetes in der Regel auf die Dauer der Schwangerschaft begrenzt. Bestehen bleibt jedoch ein deutlich erhöhtes Risiko, früher oder später an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Daher ist auch die Nachsorge nach der Geburt unbedingt wichtig.